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Ins kalte Wasser springen - meine Erfahrungen mit E-Tutoring


Die Arbeit im Projekt MobiLe! ist sehr vielseitig. So dürfen wir jährlich Auszubildenden in mehrtägigen Workshops Kenntnisse zur digitalen Kommunikation, digitalen Medienkompetenz und Datenschutz vermitteln. Diese Schulungen erhalten die Auszubildende als Ergänzungslehrgänge, also zusätzlich zu ihrer je nach Ausbildungsberuf festgeschriebenen Inhalte. 

 

Über unsere positiven Erfahrungen in der Arbeit mit den Auszubildenden haben wir bereits hier berichtet. Dort werden auch unterschiedliche Methoden des Workshops vorgestellt. Nun verlief das Jahr 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie bekanntermaßen vollkommen anders als geplant. Dies betraf auch unsere Schulungen. Im Zuge der geltenden Hygienevorschriften konnten wir den Workshop nicht als Präsenzveranstaltung in unseren Räumlichkeiten durchführen. Den Workshop ausfallen zu lassen, kam für uns nicht in Frage, allein schon wegen des für uns so wertvoll gewordenen Inputs durch die Auszubildenden und den Spaß, den uns die Arbeit mit der jungen Zielgruppe bringt.


Also stellten wir uns der Aufgabe, den bestehenden Workshop umzustrukturieren und ein Konzept zu entwickeln, welches auch online durchführbar ist. Dabei lag die größte Herausforderung für mich als Dozentin darin, dass jegliche Interaktion und Kommunikation mit den Auszubildenden, die nicht unter Sprechen fällt, nicht existent ist. Ich kann niemals direkt an den Gesichtern ablesen, wie auf die aktuelle Wissensvermittlung reagiert wird. Das ist sehr ungewohnt.


Dagegen bietet eine Onlineschulung auch einige Chancen: Thematisch widmen wir einen großen Themenblock im Workshop der Vorstellung und Anwendung verschiedener digitaler Tools und den zur Nutzung vorausgesetzten digitalen Kompetenzen. Die Durchführung des Workshops in einer virtuellen Umgebung bietet eine perfekte Gelegenheit, um das sofort zu testen und zu üben. Intuitives Ausprobieren als Kernkompetenz zur Nutzung digitaler Tools wird im Workshop angewendet. Zudem gibt es im virtuellen Raum einige Tools, die das Unterrichtsgeschehen sehr bereichern können wenn man sie wohl dosiert nutzt und sinnvoll ins Unterrichtsgeschehen einbindet: Die Auszubildenden können sich per Klick melden, es können Abstimmungen und Kurzbefragungen durchgeführt und gleich live in Grafiken ausgewertet werden. Das ist anonym und auch nicht anonym möglich. Die Auszubildenden können kleine Kommentare schreiben, die für alle sichtbar sind oder bei entsprechender Einstellung sogar „zwischenrufen“.  All das bereichert das Unterrichtsgeschehen deutlich. Technisch sind noch weit mehr Möglichkeiten nutzbar.

 

Meine Erfahrungen zur virtuellen Schulung sind durchweg positiv. Man muss als Dozentin ebenso stets präsent sein und flexibel auf die Dynamiken der Gruppe reagieren können wie im klassischen Unterrichtsraum. Einem effektiven Lernerlebnis und auch einem intensiven Kennenlernen innerhalb der Gruppe steht der virtuelle Raum im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht meiner Meinung nach überhaupt nicht entgegen.

 

Wenn Sie selbst einen solchen Workshop für Ihr Unternehmen nutzen möchten, sprechen Sie uns einfach an.

 

Wir haben zur Schulung der Auszubildenden die virtuellen Klassenräume „VICTOR“ von unserem langjährigen Partner IBB Institut für Berufliche Bildung AG genutzt.

 

- Blogbeitrag verfasst von Martina Heyder -