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Ein anderer Blick auf die Digitalisierung


Die Digitalisierung gestaltet nicht nur die Prozesse und Abläufe der Unternehmen neu, sondern auch das Spielen im Kinderzimmer. Die Schüler von heute wurden bereits im Kleinkindalter durch das Smartphone geprägt: 3-jährige Knirpsen sitzen im Kinderwagen mit einem Smartphone In der Hand; in der Kinderarztpraxis werden kaum noch Bücher angeschaut, sondern auf dem Smartphone gedaddelt; auf dem Schulhof wird weniger getobt als eher über Youtube die neuesten "Versuch nicht zu lachen - Challenge" konsumiert. Erfahrungen und soziale Beziehungen werden immer weniger "offline" gestaltet, weil die digitalen Möglichkeiten dies alles schneller, jederzeit und in viel größeren Netzwerken bieten. Das alles wird natürlich auch durch das Nutzerverhalten der Eltern geprägt.

Neurologen konnten negative, irreversible Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung gesichert nachweisen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler, deren sinnliche Erfahrungen auf das Bildschirm-Wischen reduziert sind, der Natur entfremdet und schon früh auf schnellen Konsum konditioniert werden. Es gibt inzwischen schon eine Vielzahl messbarer, negativer Auswirkungen der Digitalisierung, denen sich die Erziehungsinstitutionen stellen müssen.

Nachfolgend möchte ich einfach sieben negative Auswirkungen nennen, ohne diese näher zu beleuchten:

  • Rückgang des Lesens
  • Hemmung der Sprachenwicklung
  • Vereinsamung und soziale Isolation
  • Verlust der Fähigkeit zur Empathie
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Sucht
  • Kopfschmerzen und Schlafstörungen.

 Passend zum Thema empfehle ich Ihnen hier die Studie des DAK zum Thema "Computerspiele".


Als Mutter von 3 Kindern weiß ich selbst, wie schwer es sein kann, die Kids vom Smartphone wegzubekommen. Jedoch mache ich immer wieder die Erfahrung, wenn es ein Angebot gibt, welches die Kids motiviert - bspw. Fußball spielen, zusammen kochen oder zusammen "analog" spielen - dann ist es möglich das Smartphone schmerzfrei zur Seite zu legen. Klare Regeln im Umgang mit den Medien erleichtern es uns Eltern außerdem den Medienkonsum zu reduzieren und die Quengelei der Kids einzugrenzen.

Ich bin dennoch ein großer Freund davon, Smartphone & Co gezielt und bewusst, auch schon im Kleinkindalter, einzuführen. Das gehört für mich zur heutigen Bildung und zum modernen Leben dazu.

 

- Blogbeitrag verfasst von Mandy Steinbrück -

 

Quellenangabe:

 

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/mediennutzung/medien-risiken/